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Die etwas andere "Tupperparty"

06.07.2015
Elternabende zu Alkohol, Medien, Drogen

Das Team der Homespartys (von links): Eva Möhlenkamp, Erziehungsberatungsstelle, Ulrike Sensse, Leiterin der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, Anne Hunfeld, Präventionsfachkraft, Susanne Häring, Institut für Internetpädagogik und Andrea Gebbe, Fachzentrum gegen Gewalt. Foto: Burkhard Teschner

NOZ 06.07.2015

S./pm Osnabrück. „Mein Sohn chattet mehr als er spricht – wie kann ich das ändern?“ „Ohne Drogen keine Party - ist das normal?“ „Ab wann soll ich meiner Tochter Alkohol erlauben?“ Diese und andere Fragen können künftig Eltern bei Homepartys der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Fachleuten stellen.


Das Konzept entstand in den Niederlanden: Eltern jugendlicher Kinder werden von Fachleuten über Suchtstoffe, Medienkonsum und Spielverhalten sowie Wirkungen und Folgen des Konsums Jugendlicher informiert. Wie bei Tupperpartys findet das Treffen im Haus von gastgebenden Eltern statt.

Beratung im häuslichen Umfeld
Nach Auskunft von Ulrike Sensse, Leiterin der Suchtfachstelle im Diakonischen Werk, holen sich Eltern bei Fragen zum Suchtmittelkonsum ihres Kinder an erster Stelle Unterstützung und Familien- und Freundeskreis. Das habe eine bundesweite Elternbefragung ergeben. Die Hemmschwelle, professionelle Beratungsstellen aufzusuchen, sei laut der Befragung sehr groß, da Eltern sowohl die eigene als auch die Stigmatisierung ihres Kindes befürchteten. Dennoch wünschten sie sich professionelle und diskrete Beratung von Fachleuten, die auch im häuslichen Umfeld stattfinden könne. Diese Wünsche könnten mit der Homeparty erfüllt werden.

Themen nach Wunsch der Eltern
Durch das Konzept würden Eltern jugendlicher Rauschmittelkonsumenten erreicht, die rund um das Thema informiert würden. Darüber hinaus könnten weiterführende Angebote wie Elternkurse oder professionelle Beratung während der Homeparty bekannt gemacht werden und hätten eine erhöhte Chance, bei Bedarf angenommen zu werden.

Eine Homeparty ist eine Informationsveranstaltung zu Hause über Erziehung im Zusammenhang mit Alkohol, Medien, Drogen und anderen Rauschmitteln sowie Glücksspiel. Wie bei einer „Tupperparty“ lädt ein Elternteil als Gastgeber Verwandte, Freunde und Bekannte ein, die auch jugendliche Kinder haben. Die Fachkraft kommt dazu und stimmt die Themen des Abends auf die Wünsche und Bedürfnisse der Eltern ab. Das Gespräch in lockerer Runde dauert ungefähr zwei Stunden. Die Gastgeber erhalten zum Ende ein kleines Geschenk und eine Vergütung für die Bewirtung. Die Anwesenden erhalten verschiedene Broschüren.

Dolmetscher kommt bei Bedarf

„Wir führen dieses Konzept als Kooperationsprojekt mit der Erziehungsberatung und ,faust‘, dem Fachzentrum gegen Gewalt des Diakonischen Werkes, und dem Institut für Internetpädagogik durch“, erläutert die ausgebildete Trainerin Anne Hunfeld. „Das ermöglicht uns, übergreifend auf verschiedene Aspekte des Pubertätsgeschehen einzugehen, je nachdem welche Fragestellung der Eltern im Vordergrund steht.“

Gastgeber einer Homeparty können fünf oder mehr andere Eltern zu sich nach Hause einladen. Das können Nachbarn, Verwandte, Freunde oder Bekannte mit Kindern zwischen 12 bis 18 Jahren sein. Zeitpunkt und Programm werden in gemeinsamer Überlegung mit den Eltern zusammengestellt. Informationen unter Telefon 0541/94010-30. Wenn es zu Hause zu eng ist, sorgt die Fachstelle für einen anderen Treffpunkt. Bei sprachlichen Barrieren wird ein Dolmetscher gestellt.

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