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Drogen-Präventionsausstellung "Täglich fit mit 2 g Shit?" eröffnet

11.03.2017
Die Postkarten wurden von Kunststudierenden der Uni Osnabrück gestaltet.

Die Postkarten wurden von Kunststudierenden der Uni Osnabrück gestaltet.

Gianna Niemeyer und Matthias Lohmöller von der Band "Therapiezentrum" sorgten für die musikalische Untermalung der Ausstellungseröffnung. Fotos: Michael Gründel

Gianna Niemeyer und Matthias Lohmöller von der Band "Therapiezentrum" sorgten für die musikalische Untermalung der Ausstellungseröffnung. Fotos: Michael Gründel

Osnabrück. Die Fachstelle Sucht der Diakonie hat mit Kunststudierenden der Uni Osnabrück Postkarten gestaltet, um Prävention zu schaffen, die junge Drogenkonsumenten erreicht.

Am Donnerstag wurde in der Gaststätte "Zauber von Os" die Ausstellung mit den Ergebnissen eröffnet.

Viele junge Leute rauchen Gras, feiern auf Speed und Ecstasy und/oder werfen LSD ein. Alle Verbote, Warnungen und Aufklärungsversuche ändern nichts daran, dass Drogen eine starke Anziehung ausüben; tatsächlich steigert der erhobene Zeigefinger den Reiz für viele junge User. Die Frage also: Was unternimmt man, da sich der Drogenkonsum offensichtlich nicht einfach unterbringen lässt?

Die Macher der Aktion geben mit den Postkarten eine kreative Antwort. Sie wissen: Die alte "Drogen sind der Teufel"-Argumentation zieht nicht mehr, beziehungsweise hat noch nie gezogen. Darum verschweigen sie nicht die positiven Aspekte des Konsums, wie zum Beispiel - je nach Substanz - gesteigertes Selbstvertrauen, Glücksgefühle oder angenehme Veränderungen der Wahrnehmung.

Sie setzen darauf, Konsumenten handfeste Tipps zu geben, um die Risiken möglichst gering zu halten, denn bei aller Offenheit wird deutlich: Selbst wer alle Vorsichtsmaßnahmen einhält, Mischkonsum vermeidet und darauf achtet, woher er was bezieht: Risikofreies Drogennehmen gibt es nicht.

Mit verschiedenen Gesprächspartnern beleuchtete Diakonie-Pressesprecher Burkhard Teschner bei der Ausstellungseröffnung die Hintergründe der Aktion. "Wir beobachten einen steigenden Trend zum Mischkonsum", sagte Tobias Von der Heyde, Mitarbeiter der Fachstelle Sucht und Suchtprävention. Wichtig sei es vor allem, jungen Menschen zu vermitteln, dass Drogen ungeeignet seien, um sich positive Gefühle zu verschaffen, wenn man sich eigentlich schlecht fühlt.

Diakonie-Geschäftsführer Hinrich Haake wollte sich nicht festlegen, ob der Rückgang der "Schnapsleichen" beim Ossensamstag der guten Präventionsarbeit zu verdanken ist oder einfach der geschrumpften Größe der karnevalistischen Veranstaltung. "Ich bin aber davon überzeugt, dass Prävention wurkt, auch wenn die Erfolge nicht immer ohne Weiteres sichtbar sind."

Ein interessierter Besucher lobte den Ansatz der Aktion für seine Praxisnähe. In betroffenen Szenen werde schon länger so gearbeitet: "Auf vielen Festivals gibt es Anlaufstellen, an die man sich wenden kann. Wenn man zum Beispiel einen schlechten Trip hat, beruhigen sie einen. Die haben Erfahrung im Umgang damit."

Die Ausstellung ist im "Zauber von Os", Dammstraße 2, noch bis zum 23. März zu sehen.

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