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Neue Selbsthilfegruppe in Belm gegründet

24.01.2017
Mit gegenseitiger Unterstützung in ein Leben ohne Abhängigkeit: Dafür gründeten Ralf Schaper (rechts) und Egon Hoffmann die Selbsthilfegruppe. Unterstützung gibt es von Klaus Polack (links). Foto: Bärbel Recker-Preuin

Mit gegenseitiger Unterstützung in ein Leben ohne Abhängigkeit: Dafür gründeten Ralf Schaper (rechts) und Egon Hoffmann die Selbsthilfegruppe. Unterstützung gibt es von Klaus Polack (links). Foto: Bärbel Recker-Preuin

Belm. Fünf Herrn sitzen beieinander, es wird geredet, viel gelacht, Kaffee getrunken und Donuts gegessen. Es ist offensichtlich: Den Mitgliedern tut die Gruppe gut. Sie nennt sich Hofschar und ist die neue Selbsthilfegruppe für Suchtkranke, die sich im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Belm an jedem Mittwoch trifft.

Die Männer haben Vieles gemeinsam, sie durchlitten dunkle Phasen ihres Lebens, ihre Probleme hießen Alkohol und Abhängigkeit. Auch Rückfälle gehören zu ihrer Leidensgeschichte. Jetzt befinden sie sich im deutlichen Aufwärtstrend. Dass das so ist, liegt an ihrem eisernen Willen, trocken zu bleiben, und auch an ihrer Selbsthilfegruppe.

Dauerhafte Abstinenz

„Die Gruppe ist gut für die dauerhafte Abstinenz“, sagt der Belmer Ralf Schaper. Mit seinem Freund und Schicksalsgenossen Egon Hoffmann gründete er die Selbsthilfegruppe. Nach der Entgiftung, stationärer und ambulanter Therapie ist die Selbsthilfe für sie der beste Weg, die Abhängigkeit dauerhaft hinter sich zu lassen.

Raum fehlte

Zunächst fehlte ein Raum für die Treffen einer neuen Selbsthilfegruppe. In der evangelischen Kirchengemeinde Belm wurden sie fündig. „Hier wurden wir mit offenen Armen aufgenommen“, berichtet Ralf Schaper. „Wir sind inzwischen mitten im Gemeindeleben und helfen mit, wo man uns braucht“, ergänzt Egon Hoffmann. Schaper und Hoffmann erklären auch, wie es zur Namensgebung der Selbsthilfegruppe gekommen ist: „Ganz einfach - die Abkürzung unserer Familiennamen „Hof“ und „Scha“. Inzwischen gehören drei weitere trockene Alkoholiker zur Hofschar.

Gefahr von Rückfällen

Einmal in der Woche trifft man sich, redet über das Leben, die Gefahr von Rückfällen, über neue Aufgaben in der Gemeinde und dieses Mal auch über das Vorhaben, vor Jugendlichen zu referieren. Die Gruppe will nicht nur unter sich bleiben, sondern möglichst vielen den Teufelskreis der Sucht ersparen oder zumindest lindern. Nicht nur das Suchtmittel Alkohol wird angesprochen, ebenso Drogen, Tabletten oder das Glücksspiel.

Netz knüpfen

Die Hofschar schloss sich dem Blauen Kreuz an, um Erfahrungen anderer und die Vernetzung zu nutzen. Unterstützung kommt auch von der Diakonie Suchtberatung. „Die beste Nachsorge geschieht in der Selbsthilfe“, weiß Klaus Polack, Leiter der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, er ergänzt: „Gerade solche Angebote vor Ort sind wichtig“.

Neue Mitglieder sind willkommen

Neue Mitglieder sind bei der Hofschar willkommen. Die Selbsthilfegruppe für Suchtkranke trifft sich mittwochs von 19 bis 21 Uhr im Gemeindehaus der ev. Christus Kirche in Belm, Belmer Straße 5. Kontakte: Ralf Schaper, Telefon 0174/8060957, oder Egon Hoffmann, 0173/6821342, Email: an-hofschar@web.de , weitere Infos unter www.hofschar.de .

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