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Projektende „Sucht im Alter“

12.05.2017
Mitarbeitende der Suchtkrankenhilfe und der ambulanten und stationären Altenhilfe knüpften ein Kompetenznetzwerk gegen die Suchtmittelabhängigkeit im Alter: v.li. Beate Plöger, Elena Mützel, Jutta Hartmann, Veronika Schulte, Klaus Polack, Andrea Strodtmann, Imke Huntemann, Dagmar Corbach, Sonja Schoppmann, Marco Detering, Marion Böggemann und Matthias Fenske.

Mitarbeitende der Suchtkrankenhilfe und der ambulanten und stationären Altenhilfe knüpften ein Kompetenznetzwerk gegen die Suchtmittelabhängigkeit im Alter: v.li. Beate Plöger, Elena Mützel, Jutta Hartmann, Veronika Schulte, Klaus Polack, Andrea Strodtmann, Imke Huntemann, Dagmar Corbach, Sonja Schoppmann, Marco Detering, Marion Böggemann und Matthias Fenske.

P r e s s e m i t t e i l u n g

p.m. Georgsmarienhütte/Osnabrück.

„Wir haben an einer Erfolgsstory geschrieben“. Die leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der diakonischen Altenpflege und der Suchtberatung geben sich selbstbewusst und zuversichtlich. Ihre gemeinsame Geschichte trägt die Überschrift „Sucht im Alter“. Ihr Projekt wurde gerade abgeschlossen, doch ein neues Kapitel der Zusammenarbeit ist bereits aufgeschlagen.

Vor zwei Jahren trafen sich die Teilnehmer der Runde aus den beiden Diakoniebereichen zum ersten Mal. In den letzten 24 Monaten kamen sie zum Kennenlernen, Austausch, Vorträgen, Besichtigungen und Gesprächen mit Betroffenen zusammen. Anfangs war für die meisten Teilnehmer Altenhilfe und Suchttherapie bzw. -prävention kaum auf einen Nenner zu bringen. Doch zeigte die Praxis, dass immer mehr ältere Menschen in die ambulante oder stationäre Pflege kommen, die von Alkohol oder Tabletten abhängig sind. „Die Sucht ist nicht älter geworden, viel mehr sehen wir jetzt genauer hin, die Sucht im Alter ist erkennbarer“, erläutert Beate Plöger, Suchtberatungsstelle Georgsmarienhütte. Das heißt: immer häufiger werden abhängige Senioren zu Hause gepflegt oder ziehen ins Altenheim. Früher fand die Sucht im Verborgenen statt, wissen die Altenpflegemitarbeiter. Jetzt ist es die Aufgabe, die physische und psychische Gesundheit und Mobilität älterer Menschen möglichst lange zu erhalten.

Im Projekt „Sucht im Alter“ war die vorrangige Aufgabe, Netzwerke zwischen Suchtkranken- und Altenhilfe zu knüpfen. Erstmals gab es einen wechselseitigen Erfahrungsaustausch und neues Wissen. „Es fand eine gegenseitige Sensibilisierung statt, wir wissen jetzt besser, was Sucht im Alter bedeutet und können darauf reagieren“, sagt Sonja Schoppmann, Zentralverwaltung der Diakonie, und Matthias Fenske, Küpper-Menke Stift, ergänzt: „Vom Blick über den Tellerrand profitieren wir alle“.

Dass das erste gemeinsame Projekt der Altenhilfe im Diakonischen Werk in Niedersachsen und der niedersächsischen Suchthilfeverbände NEVAP und ELAS jetzt zu Ende ist, sehen die Vertreter der Einrichtungen aus Osnabrück Stadt und Land nicht als Hindernis für künftige Zusammenarbeit. Im Gegenteil. Durch übergreifende, individuelle Unterstützung wollen sie für mehr Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen sorgen – ohne Suchtmittel, dafür mit klarem Kopf.

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