Ängste und Depressionen erfolgreich bewältigen
Seit 2007 bieten wir ein spezielles Therapieprogramm für Menschen mit Suchterkrankungen und zusätzlichen Depressionen bzw. Angststörungen an.
An Ängsten oder Depressionen Leidende haben häufig die Erfahrung gemacht, dass durch Alkohol oder andere Suchtmittel Gefühle von Angst oder negative Gedanken kurzfristig gedämpft werden können und dadurch besser aushaltbar sind.
An das Suchtmittel entsteht somit eine positive Wirkungserwartung bzgl. der Verringerung von Ängsten und depressiven Symptomen. In vielen Fällen führt diese Selbstmedikation zur schleichenden Entwicklung einer Suchterkrankung. Da die Suchtmittel ihrerseits auch Ängste und Depressionen auslösen können, entsteht häufig eine fatale Wechselwirkung zwischen der Suchterkrankung und der Angststörung bzw. der depressiven Erkrankung. Oft kann nicht mehr unterschieden werden, welche Krankheit zuerst vorhanden war. Um den Betroffenen eine aktive Teilhabe am Leben und an der Arbeitswelt sowie eine positive Lebensperspektive zu ermöglichen, ist es sinnvoll, die Erkrankungen
gleichzeitig zu behandeln.
Inhaltlich soll unser Angebot dazu anhalten, sich mit der zusätzlichen Diagnose auseinander zu setzen. Dazu werden verhaltenstherapeutische Techniken erklärt und eingeübt, so dass besser mit Ängsten und depressiven Episoden umgegangen werden kann. Dabei werden z. B. der Angstkreislauf, kognitive Erklärungsmodelle und Angstbewältigungstechniken durchgesprochen oder das Depressionsdreieck erklärt. Zusätzlich wird mit dem Modell der kognitiven Umstrukturierung von negativen Gedanken gearbeitet. Ziel ist bei beiden Krankheitsbildern ein gesteigerter Aktivitätsaufbau. Die Klienten sollen selbst zum eigenen Experten ihrer Erkrankung geschult werden, so dass sie später auch alleine mit Stimmungsschwankungen bzw. Angstanfällen entsprechend umgehen können.