Die vier wesentlichen Punkte in einem MPU-Gespräch:
1. Haben Sie die Ursachen Ihrer Auffälligkeit erkannt?
Hier geht es nicht um Anlässe, Gelegenheiten oder ähnliches. Der Gutachter fragt nach den sog. „Eigenanteilen am Zustandekommen des Delikts“. Er will wissen, was Sie bewogen hat, grundsätzlich so viel zu trinken, dass Sie mit so viel Promille noch fahren konnten. Denn er weiß, dass es keine einmalige Sache, kein einmaliger „Ausrutscher“ gewesen sein kann. Er will wissen, warum Sie immer so schnell gefahren sind, was Ihnen der Konsum der Droge gebracht hat, in dem Moment da Sie sie genommen haben.
2. Haben Sie eine Motivation, etwas an Ihrem Verhalten zu ändern?
Geht diese Motivation über den reinen Erhalt der Fahrerlaubnis hinaus? Wollen Sie überhaupt etwas an Ihrem grundsätzlichen Verhalten ändern? Der „Eigenanteil“ liegt nämlich meist irgendwo tiefer, und auch wenn Sie Ihr Trinkverhalten geändert haben, keine Drogen mehr konsumieren, oder sich sicher sind, nie wieder einen Punkt zu „sammeln“, erwartet der Gutachter mehr.
3. Haben Sie etwas verändert?
Und wenn ja, was? Hat Ihre alkohol- oder drogenabstinente Zeit beispielsweise etwas an Ihrem Lebensstil verändert? Redet Ihre Frau wieder mit Ihnen? Haben Sie ein neues Hobby, oder ein altes wiedergefunden? Sind Sie gelassener geworden, oder offener, oder …
4. Sind diese Verhaltensänderungen auch stabil in der Zukunft?
Wie gut gefallen Ihnen die Veränderungen in Ihrem Leben?
Wenn Sie all dies verwirrt haben sollte, gut. Denn das bedeutet, Sie fangen an, zu hinterfragen. Das ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer positiven MPU. Wir laden Sie herzlich ein, dies mit unserer fachkundigen Begleitung zu vertiefen.