Meller Kreisblatt 20.6.2011

- Für Petra Buderath, Leiterin des Integrativen Beratungszentrums, und Heiko Grube, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, ist Prävention unverzichtbar. Foto: Diakonisches Werk
Vorbeugung von Sucht und Gewalt: Prävention deutlich ausgebaut
„Agieren ist besser als reagieren!“ Unter dieser Prämisse hat das Diakonische Werk Melle sein Engagement für die Prävention deutlich ausgebaut.
Über 300 Veranstaltungen – mehr als jemals zuvor – wandten sich im vergangenen Jahr an Kinder und Jugendliche. Insgesamt 229 Stunden investierte das Integrative Beratungszentrum des Diakonischen Werkes allein in die Sucht- und Gewaltprävention. Auf insgesamt 430 Stunden summierte sich das Engagement in allen Bereichen der präventiven Arbeit.
Um Alkoholmissbrauch, Drogen-, aber auch Tabakkonsum vorzubeugen, arbeitet das Diakonische Werk eng mit den Schulen in Melle und im Wittlager Land zusammen. Die Resonanz ist groß. Schließlich helfen bundesweit anerkannte Konzepte den Kindern und Jugendlichen, Missbrauch und Sucht zu vermeiden. Ein verteufelndes „Nein“ zu den Suchtmitteln reicht dabei nach der Erfahrung von Petra Buderath, Leiterin des Integrativen Beratungszentrums, nicht aus: „Es ist wichtig, den ganzen Menschen im Blick zu behalten!“
Für das Diakonische Werk heißt das: Die Kinder müssen in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden und Lebenskompetenz entwickeln. Und dazu setzen geschulte Mitarbeiter bereits in der Grundschule an – etwa mit dem Projekt „Klasse 2000“.
Dank der Zusammenarbeit mit dem Verein „Melle vernetzt“ begleitet das nachhaltig angelegte Projekt Grundschüler von der ersten Klasse an bis zum Wechsel in die weiterführende Schule. In der 7. und 8. Klasse setzt der Mitmach-Parcours „KlarSicht“ informativ und mit viel Spaß die präventive Arbeit fort.
Doch auch nach dem Schulabschluss sind die Jugendlichen nicht auf sich allein gestellt. „Wie behalte ich einen Überblick über meine Kosten? Was ist eigentlich mit Versicherungen? Und was ist zu tun, wenn das Geld nicht bis zum Monatsende reicht?“
Zahlreichen neuen Herausforderungen sehen sich die jungen Berufsanfänger gegenüber. An der Schwelle von der Schule in den Beruf arbeitet das Diakonische Werk im Bereich der präventiven Finanzberatung deshalb eng mit den ausbildenden Unternehmen zusammen.
Die Schwangerschaftsberatung bildet eine weitere Säule der Prävention, für die das Integrative Beratungszentrum eigene Konzepte entwickelte. Rund 30 Veranstaltungen von der Sexualaufklärung bis zum Elternpraktikum ergänzten im vergangenen Jahr das umfassende Engagement. „Die Prävention ist in 2010 eindeutig zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit geworden“, stellt Petra Buderath fest. Und sie verbindet sich im Diakonischen Werk mit einem dichten Netzwerk an Beratungs- und Hilfsangeboten.
Das Engagement für die Kinder und Jugendlichen geht auch in diesem Jahr weiter, wie Geschäftsführer Heiko Grube betont, denn: „Prävention ist in allen Bereichen alternativlos!“
aus: Wittlager Kreisblatt vom 10.06.2011