Meller Kreisblatt vom 2.5.2011

Ein Prosit auf den Wonnemonat: Auf den Start in den Mai stießen (von links) Daniela Rauen (Caritas), Anton Just (Diakonie), Renate M. Fuchs (Verein Sozialer Dienste Osnabrück), André Wesseler und Nick Steinhaus (beide Landjugend Oldendorf) sowie Monika Schnellhammer (Caritas) und Wilhelm Völler (Polizei) mit erfrischendem Mineralwasser an. Foto: Jürgen Krämer
Ein Prosit auf den Wonnemonat: Auf den Start in den Mai stießen (von links) Daniela Rauen (Caritas), Anton Just (Diakonie), Renate M. Fuchs (Verein Sozialer Dienste Osnabrück), André Wesseler und Nick Steinhaus (beide Landjugend Oldendorf) sowie Monika Schnellhammer (Caritas) und Wilhelm Völler (Polizei) mit erfrischendem Mineralwasser an. Foto: Jürgen Krämer

1. Mai in Melle -Ein Hauch von Woodstock

Die Jugend mag den Mai – und der Mai die Jugend! Mehr als 2000 junge Leute haben am Sonntag den Wonnemonat am Weberhaus mit der größten Open-Air-Party im Grönegau empfangen. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen geriet das Event zu einem vollen Erfolg: ein Hauch von Woodstock in Bakum.

Von der Landjugend Oldendorf zum nunmehr fünften Mal ausgerichtet, erwies sich die Veranstaltung erneut als Top-Ereignis für Jugendliche und Junge Erwachsene aus allen Teilen des Grönegaus. Bereits in den Morgenstunden machten sich ungezählte Maifeier-Enthusiasten auf den Weg, die bestens ausgestattet waren: Mit mobiler Theke nach Bakum – mit Bollerwagen im Schlepptau, die teilweise äußerst fantasievoll gestaltet waren. Ein besonderer Knüller: Auf einem dieser Fahrzeuge hatten fleißige Helfer einen Holzkohlengrill eingerichtet, der das Grillen von Rostbratwürstchen sogar während der Fahrt ermöglichte, und auf weiteren Wagen waren sogar Bierfässer mit Zapfanlagen installiert –mobile Getränkequellen, die Ausflügler mit edlem Gerstensaft versorgten.

Alkoholfreies gab es dagegen am Stand von Caritas und Diakonie, die zur Feier des Tages mit einer „Wasser-Bar“ an die Öffentlichkeit traten. „Nachdem wir im vergangenen Jahr alkoholfreie Cocktails angeboten hatten, stellte sich rasch heraus, dass ein Teil dieser Getränke von diversen Teilnehmern der Maifeier mit Wodka gemixt wurden – und das sollte nicht Sinn der Sache sein“, berichtete Monika Schnellhammer, Leiterin der Fachambulanz bei der Caritas. Aus diesem Grunde werde dieses Mal ausschließlich Mineralwasser angeboten, das von einem bekannten Anbieter gestiftet worden war.

Auf der großen Bühne sorgten dieses Mal gleich mehrere Bands wie „John und Nelly“ sowie „Out of Practise“ für zündende Livemusik: Partystimmung unter freiem Himmel am Fuß der Meller Berge!

Aus Sicht der Polizei zog Kommissariatsleiter Wilhelm Völler um 21.10 Uhr im Gespräch mit unserer Zeitung eine erste Bilanz. Insgesamt sei gegen sieben Teilnehmer der Feier Strafanzeige erstattet worden, unter anderem wegen Beleidigungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Zudem habe es zwei Platzverweise gegeben.

„Der Rettungsdienst musste 26 Hilfeleistungen absolvieren, von denen 17 auf Alkohol zurückzuführen waren“, sagte der Beamte weiter. Zwei alkoholisierte Personen hätten zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden müssen. In neun Fällen habe der Rettungsdienst sich um die Folgen von Körperverletzungen kümmern müssen, „die jedoch nicht auf Fremdeinwirkung zurückzuführen waren“. Diese Verletzungen seien beispielsweise dadurch entstanden, dass Jugendliche in Glasbruch gestürzt seien. Zudem habe es einen Armbruch gegeben.

Im Laufe des Nachmittages stellte die Polizei insgesamt zehn Liter an alkoholischen Getränken sicher. „Diese Getränke wurden von jungen Leuten mitgeführt, die unter 18 Jahre alt sind“, so Wilhelm Völler. Für den Dienststellenleiter stand abschließend fest: „Ich bin mit dem Einsatzverlauf voll und ganz zufrieden.“

(aus: Meller Kreisblatt vom 02.05.2011, Autor: Jürgen Krämer)