Diakonisches Werk Osnabrück – Kinderprojekt "Auryn"
Endlich die Sprachlosigkeit überwinden und kindgemäß Erlebtes verarbeiten.

Auch wenn die Eltern wieder "trocken" sind, ist die nasse Zeit für die Kinder noch nicht abgehakt. Sucht in der Familie ist eine Belastung für alle Beteiligten.
Alle Familienmitglieder erleben große Krisen wie z.B. Streitereien, finanzielle Probleme, soziale Isolation, Lügen, Heimlichkeiten, Unsicherheit, Gefühlschaos wie Angst, Wut und Hilfslosigkeit.
Sucht entsteht langsam. Sie beeinflusst das Verhalten aller schon bevor sie sichtbar wird. Die Auswirkungen der Sucht auf Kinder können vielfältig sein, je nachdem wie ausgeprägt das Suchtverhalten der Eltern ist und ob Vater, Mutter oder beide Elternteile betroffen sind. Zu glauben, „Mein Kind merkt nichts davon“ ist ein Irrtum!
Kinder brauchen dann dringend Personen mit denen Sie Probleme und Sorgen im Vertrauen besprechen können. Das geht mit den Beteiligten der Familie dann nicht.
Deshalb gibt es ein Gruppenangebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien im Alter zwischen ca. 10 und 14 Jahren. Die Gruppe ist begrenzt auf 11 Treffen. Themen der Gruppe sind:
- Vertrauensvolle Gruppenatmosphäre schaffen (Gemeinsamkeiten)
- Selbstwert stärken (Positive Sätze für mich)
- Meine Familie und ich. Unsere Eltern sind süchtig und was ist mit uns?
- Wissenswertes zum Thema Sucht
- Erkennen und Umgehen mit eigenen Gefühlen
- Konfliktlösungsstrategien „Ich nehme mein Problem selbst in die Hand“
- Verhaltensstrategien in der eigenen suchtbelasteten Familie erlernen („Nicht alle Probleme kann ich selbst lösen, aber ich kann auf mich achten“)
- Hilfe und Unterstützung einholen („Jeder braucht mal Hilfe")
- Inhaltlicher Rückblick und Ausblick
- Außenaktion: z. B. Kletterwald o.ä. (Eigene Grenzen spüren, andere helfen mir, ich kann anderen helfen, Spaß miteinander haben)
- Abschiedssitzung
Die Eltern werden in einem Vorgespräch und einem Abschlussgespräch einbezogen.
Die Gruppe findet in den Räumen von FRIDA in der Parkstraße 19 statt. Voraussichtlicher Termin ist mittwochnachmittags.
Wenn Sie denken, dass Ihr Kind vielleicht an einer solchen Gruppe teilnehmen sollte, Sie weitere Informationen möchten oder wenn Sie als professionelle/r Helfer/in ein Kind anmelden wollen sprechen Sie uns an.
Die eingehenden Anmeldungen werden gesammelt. Sobald genügend Anmeldungen vorliegen, startet das Projekt mit einem Informationsabend für Eltern und Vorgesprächen mit den Kindern.
Wenn jüngere Kinder Hilfe brauchen, ist auch eine spieltherapeutische Gruppe möglich.
Kontakt: Fachstelle für Sucht: Sigrid Nötzel, Tel.Nr. 0541/940 100
