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Alkohol: Auch in Melle nur eine von vielen Suchtformen

23.05.2019
Verdeutlichten den Alkoholkonsum in Deutschland: Carolin Meyer (links) und Petra Steinemann am Stand der Diakonie. Foto: Christoph Franken

Verdeutlichten den Alkoholkonsum in Deutschland: Carolin Meyer (links) und Petra Steinemann am Stand der Diakonie. Foto: Christoph Franken

Von Christoph Franken

Melle. 300 Beratungsgespräche mit Betroffenen oder deren Angehörigen rund um das Thema Sucht werden jährlich von den Mitarbeitern der Diakonie-Suchtberatungsstelle in Melle geführt. Schon dass zeigt, wie aktuell und brisant das Thema trotz aller Präventionsmaßnahmen auch in Melle noch ist. Die Suchtberatungsstelle zeigte am Mittwoch im Rahmen der "Aktionswoche Alkohol" während des Wochenmarktes Flagge.

Die Sozialarbeiterinnen Carolin Meyer und Petra Steinemann informierten auf dem Stand über das Angebot der Beratungsstelle und standen zu Gesprächen rund um das Thema Sucht zur Verfügung. Interaktive Angebote wie beispielsweise ein Antwort gebender Fragebogen führten locker-flockig in die Problematik ein. Auf Wein- und Bierkisten verdeutlichten die beiden Fachfrauen den durchschnittlichen Alkoholkonsum in Deutschland: 14 Kisten Bier, 27 Flaschen Wein, 5,5 Liter Sekt und sieben Liter Schnaps.

Petra Steinemann und ihre Kollegin hätten sich am Mittwoch zwar eine höhere Resonanz an ihrem Stand gewünscht, aber sie verwiesen auf offensichtliche Berührungsängste mit dem Thema. "Die Leute gucken aus Entfernung schon, aber trauen sich dann nicht an den Stand", bedauerte sie. Oder sie kämen gleich mit dem Satz "Ich habe damit kein Problem", um sich abzugrenzen. "Dennoch hatten wir das ein oder andere nette Gespräch", sagte die Sozialarbeiterin.

Da die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werks in Melle eine anerkannte Behandlugsstelle ist, kann dort auch eine ambulante Therapie angeboten werden. "Teilweise sind das Betroffene, die nach einer Reha oder einem Klinikaufenthalt zu uns kommen", erklärte Carolin Meyer.

Der Stand hielt während der "Aktionswoche Alkohol" aber auch Info-Material zu den Suchtbereichen Drogen, Glücksspiel, Medikamenten und Medien bereit. "Mediensucht ist seit kurzem als offizielle Krankheit anerkannt", berichteten die Sozialarbeiterinnen. Im Blick haben Fachleute dabei Computerspiele oder die Tatsache, dass manche Menschen tage- und nächtelang im Internet surfen.

Ein besonderer Bereich ist die Suchtproblematik im Alter. "Oft sind Einsamkeit oder Schmerzen die Ursache, die bei alten Menschen zu übermäßiger Medikamenteneinnahme führt", erläuterte Petra Steinemann. So gebe es bei vielen eine Medikamentenabhängigkeit, insbesondere hervorgerufen durch die Einnahme von Schlaf- und Schmerztabletten.

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