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Diakonie: 3000 Kinder in Osnabrück leiden unter Sucht in der Familie

15.02.2019
Laut Diakonie sind in Osnabrück schätzungsweise 3000 Kinder von einer Suchterkrankung in der Familie betroffen. Symbolfoto: Alexander Heinl/dpa

Laut Diakonie sind in Osnabrück schätzungsweise 3000 Kinder von einer Suchterkrankung in der Familie betroffen. Symbolfoto: Alexander Heinl/dpa

Von Sandra Dorn

Osnabrück. Alkohol, Spielsucht, Drogen: Wenn Eltern oder Familienangehörige abhängig sind, bekommen die Kinder das in der Regel mit und leiden darunter. Laut Diakonie sind in Osnabrück geschätzt 3000 Kinder betroffen – doch kaum eines nutzt die Hilfsangebote.

Ulrike Sensse, Leiterin der Diakonie-Fachstelle Sucht und Suchtprävention, hat die Kinder ihrer Klienten in Osnabrück gezählt: Rund 300 sind es jährlich. Die Eltern lassen sich wegen einer Suchterkrankung bei der Diakonie beraten. "Schwieriger ist es die Kinder zu erreichen", sagt Sensse. "Die Eltern legen meist viel Wert darauf, das Familiengeheimnis zu bewahren."

Wenn man davon ausgehe, das sie und ihre Kollegen rund zehn Prozent aller Suchterkrankten durch Beratungen oder Therapien erreichen, lebten schätzungsweise 3000 Kinder in Osnabrück in suchtbelasteten Familien, sagt Sensse.

Viele Angebote und keine Teilnehmer

Die Diakonie bietet unter anderem ein Projekt namens "Trampolin" an. In der Gruppe treffen sich Kinder regelmäßig, können über ihre Probleme sprechen, spielen, Ausflüge machen. Theoretisch. Momentan gibt es keine Teilnehmer. Doch die Diakonie verstärkt jetzt ihre Bemühungen, die Familien und damit auch die Kinder zu erreichen.

Unter dem Motto "Fitkids" haben die Mitarbeiter alle Angebote für Kinder und Eltern zusammengefasst. Dazu gehören kostenlosen Beratungsgespräche für Eltern mit Missbrauchs- oder Abhängigkeitserfahrung, Hilfe für substituierte Mütter, verschiedene Freizeitaktivitäten für Eltern und Kinder aus suchtbelasteten Familien, zum Beispiel in den Zoo, aber auch verschiedene Präventionsangebote, die sich an Kinder richten.

Wer sich angesprochen fühlt, erreicht die Fachstelle Osnabrück in der Lotter Straße 125 unter der Telefonnummer 0541 940100 oder per E-Mail an suchtberatung@diakonie-os.de. Weitere Infos gibt es im Internet auf der Seite www.diakonie-os.de.

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