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Ministerpräsident Stephan Weil besucht Diakonie Fachstelle für Sucht

21.02.2019
Über die Arbeit der Diakonie-Fachstellen für Sucht informierte sich nun Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Standort in Georgsmarienhütte.

Über die Arbeit der Diakonie-Fachstellen für Sucht informierte sich nun Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Standort in Georgsmarienhütte.

Georgsmarienhütte. Eigenbericht.

Die Schätzungen von suchtkranken Menschen in Niedersachsen liegen bei 450.000 – Raucher nicht mitgezählt. Die Diakonie Osnabrück berät und behandelt Klienten und deren Angehörige an vier Standorten in Stadt und Landkreis Osnabrück sowie im dazugehörigen niedrigschwelligen Suchthilfezentrum in der Stadt Osnabrück. Über die Arbeit der Diakonie-Fachstellen für Sucht informierte sich nun Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Standort in Georgsmarienhütte.

„Wir freuen uns über den Besuch des Ministerpräsidenten und sein Interesse an unserer Arbeit in der Suchtberatung und -behandlung“, so Klaus Polack, Geschäftsbereichsleiter Sucht der Diakonie Osnabrück. „Für uns ist es wichtig, über unsere Aufgaben berichten zu können und auch mit Vertretern der Politik kontinuierlich im Gespräch zu bleiben. Nur so schaffen wir Vertrauen in unsere Arbeit und damit die Möglichkeit, auch zukünftig suchtkranke Menschen und deren Angehörige unterstützen zu können“, so Polack.

Das Land Niedersachsen leistet jährlich einen festen finanziellen Beitrag zur Suchthilfe, die Kommunen übernehmen einen weiteren Teil der Kosten, unterschiedliche Förderer unterstützen ebenfalls. Doch trotzdem ist die Finanzierung der Suchtberatungsstellen damit nicht langfristig gesichert. Alle Förderungen sind sogenannte freiwillige Leistungen ohne Rechtsanspruch, Landesförderungen haben einen seit vielen Jahren gleich bleibenden Sockelbetrag, Lohn- und Kostensteigerungen werden nicht übernommen. Und das, obwohl die Suchthilfe der Diakonie mit ihrem langjährig erprobten Konzept sowie den zahlreichen professionellen und ehrenamtlichen Kooperationspartnern im Suchthilfenetzwerk – wie stationären Entgiftungsstationen der Kliniken oder Fachkrankenhäusern –mittlerweile als unverzichtbarer Bestandteil der Suchthilfe in Osnabrück Stadt und Land gilt.

Das Thema Sucht ist ein zunehmend weites Feld. Es umfasst vielschichtige Suchtbereiche, Mann und Frau sowie Jung und Alt. Sabine Weber, Geschäftsführerin bei der Diakonie Osnabrück und verantwortlich für das Geschäftsfeld Senioren: „Als größter Anbieter der stationären und ambulanten Altenhilfe in und um Osnabrück haben wir natürlich auch mit dem Thema „Sucht im Alter“ zu tun. Hier hilft uns der Zusammenschluss aller Bereiche innerhalb der Diakonie Osnabrück und die damit verbundene optimale Vernetzung – der Weg zu den Kollegen in der Suchtberatung ist sehr kurz und Hilfe schnell vor Ort.“ Der Bedarf an Unterstützung lässt sich auch in Zahlen fassen: Knapp 3.400 Klientinnen und Klienten aus Stadt und Landkreis Osnabrück betreute Diakonie im letzten Jahr – Tendenz weiter steigend.

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