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Pilotprojekt für die perfekte MPU-Vorbereitung - Fachstelle für Suchtberatung initiiert Austausch

05.01.2018
Zwanzig Suchttherapeuten trafen sich zur Schulung für die MPU-Vorbereitung auf Einladung der Diakonie Suchtberatung in der katholischen Volkhochschule in Oesede Foto: DW-OSL

Zwanzig Suchttherapeuten trafen sich zur Schulung für die MPU-Vorbereitung auf Einladung der Diakonie Suchtberatung in der katholischen Volkhochschule in Oesede Foto: DW-OSL

Georgsmarienhütte. Wer Menschen gut vorbereiten will, sollte selbst bestens vorbereitet sein. Nach diesem Prinzip ließen sich eine Woche lang zwanzig Suchtberater und -therapeuten schulen. Ihr Thema war die Vorbereitung zur MPU. Diese Weiterbildung für Fachleute wurde erstmals vom Gesamtverband für Suchthilfe Deutschland (GVS) in Kooperation mit dem Diakonischen Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück initiiert. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Zur MPU (medizinisch psychologische Untersuchung) gehen unter anderem Menschen, die wegen Alkohol- oder Drogenkonsums den Führerschein verloren haben. Ohne eine gewissenhafte Vorbereitung auf die Begutachtung ist in den meisten Fällen die Barriere zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis zu hoch. Vorbereitungskurse zur MPU sind deshalb seit vielen Jahren ein gefragtes Angebot der Suchtberatungsstellen. Natürlich ist das oberste Ziel der MPU-Vorbereitung die erfolgreiche Begutachtung der Klienten, das heißt: der Führerschein.

Suchttherapie und MPU-Kurs bedeuten allerdings noch mehr, denn die MPU sollte auch Chancen für einen dauerhaft verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln bieten, meinen Judith Schmidt, Diakonie Suchtberatung Osnabrück, und Frank Stier, Suchtberatung Georgsmarienhütte. Die Therapeuten konzipierten in Zusammenarbeit mit dem Gesamtverband für Suchthilfe in Deutschland (GVS) den Kurs „Qualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe“. Teilnehmer kamen aus den Fachstellen verschiedener Träger, die Resonanz war überaus positiv. Frank Stier und Judith Schmidt werden deshalb im April 2018 Therapeuten zum zweiten Kurs „Qualifizierte MPU-Vorbereitung“ einladen.

Alle Teilnehmer brachten bereits langjährige Erfahrung als Suchtberater und MPU-Vorbereiter mit. „Jetzt geht es um neue Perspektiven, wir möchten auch die Gutachter-Sicht erkunden, damit wir unsere Klienten noch gezielter vorbereiten können“, sagt Frank Stier. „Für unsere Arbeit hilft es zu wissen, wie und warum ein MPU-Gutachter zu seiner Bewertung kommt“, ergänzt Klaus Peter Krebs, Suchttherapeut aus Wernigerode.

Unter Leitung von Judith Schmidt, Frank Stier und Oliver Monschau ging es bei der Fortbildung u. a. um juristisches Wissen, um die vertrauensbildende Moderation der Vorbereitungskurse, um Abstinenznachweise und um den Gesamtfahrplan bis zur erfolgreichen MPU-Prüfung, zum Führerschein und danach zum bewussten Konsum oder bestenfalls zur Abstinenz. Positiver Aspekt der Vorbereitung zur Vorbereitung war auch der Austausch der Fachleute. Die bundesweit erste Fortbildung zur MPU-Vorbereitung wird bei einem Praxistag mit Supervisionen und Fallbesprechungen fortgesetzt.

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